Ingress – Ein Erfahrungsbericht
Die Welt um dich herum ist nicht wie sie scheint
Es hat ein wenig gedauert bis wir uns gefunden haben. Wir, das bin einerseits ich selbst und andererseits mein heuriges sportliches Vorhaben. Nach den Marillenwind Halbmarathons in den letzten Jahren und den 1.000km im Vorjahr bin ich heuer durch eine Freundin auf ein Spiel aufmerksam geworden.
Ingress, ein augmented reality game von Google
Erweiterte Realität führt also zu mehr Sportlichkeit in meinem Leben und soll auch noch Spaß machen? Also da bedarf es jetzt ein wenig auszuholen. Das Spielprinzip ist wie folgt. Es wird nicht daheim vor dem Computer gespielt sondern draußen im Freien. Zu Beginn schon mal alleine im späteren Verlauf dann in Koordination mit anderen Mitspielern sogenannten Agenten. Die Spielfläche ist die gesamte Erde. Ingress wird, obwohl es sich noch in der Betaphase befindet, mittlerweile fast weltweit gespielt. Es treten zwei Teams, sogenannte Fraktionen, gegeneinander an. Team Enlightened in grün und Team Resistance in blau. Ein Video zur Hintergrundgeschichte werde ich weiter unten einfügen.
An realen Orten, wie etwa Sehenswürdigkeiten, Gebäuden oder Statuen, befinden sich virtuelle Portale, die durch eines der beiden Teams eingenommen werden können. Das gegnerische Team hat dann die Möglichkeit diese grünen bzw. blauen Portale zurück zu gewinnen, zu verlinken und so ganze Felder zu bauen, die in der Teamfarbe leuchten. Die Teammembers von Resistance (Widerstand) werden als Schlümpfe bezeichnet, die Teammembers von Enlightened (Erleuchteten) sind die Frösche.
Jedes Teammitglied ist ein Agent oder eine Agentin einer bestimmten Erfahrungsstufe, Level 1 bis Level 8. Ich bin Schorsch (wobei ich auf die Aussprache des ersten “Sch” besonderen Wert lege), Agent Kluni Schorsch und ein Frosch – somit einer der Grünen
In Bewegung sein
Die Portale können im Normalfall nicht von der warmen Stube oder Couch aus bestückt, gehackt oder übernommen werden, sondern es besteht die Notwendigkeit mit dem Smartphone direkt vor Ort im Umkreis weniger Meter vom Portal zu sein.
Somit kommt man als Ingress Spieler durchaus an Orte, an denen man noch nie zuvor war. Das macht finde ich, einen besonderen Reiz des Spieles aus. Immer öfter lasse ich nun mein Auto stehen um mich zu Fuß von einem Termin zum anderen zu bewegen. Seit meinem Ingress Start vor etwa 9 Wochen habe ich gehend mehr als 250 km in der frischen Natur zurückgelegt und das obwohl diese manchmal sehr frisch, nass und kalt war…
Könnte gut sein, dass ich den ein oder anderen weiteren Artikel zum Thema Ingress schreibe, ich lass mich mal wieder überraschen
Wer mitspielen möchte, kann sich auf www.ingress.com registrieren und bekommt einen Zutrittscode zugesendet. Vorraussetzung ist ein Android Smartphone mit installierter Ingress App.
Einstiegsvideo mit einem Teil der Story zu Ingress.

Wie schafft man es 1.000.000 Meter in einem Jahr zu gehen? Nun die Distanz ist nicht das Problem, denn mit weniger als 3 km pro Tag ist man bereits im Club dabei. Es sind eher Konsequenz und Kontinuität, die es braucht um bei einem derartigen Vorhaben, nicht vorzeitig aufzugeben sondern das Ziel zu erreichen. Im Laufe der ersten Wochen des Jahres habe ich drei unterschiedliche Arten von Trainingseinheiten entwickelt, um für eine gewisse Abwechslung zu sorgen.
Gegen Ende dieser zwei Monate tauchte folgende Frage in mir auf: “Wie komme ich aus dieser Nummer wieder raus?”. Nach einer kurzen Bedenkzeit, die ich mir erbeten hatte, antwortete ich mir selbst, “Gar nicht, du ziehst das einfach durch!”
Charity Punsch
Ausgezeichnete Punschkreationen vom Urbanihof aus Fels am Wagram, Vanillekipferl aus Hollabrunn und Apfelbrot vom MüllerGartner aus Groß-Enzersdorf. Hochprozentige “Punsch-Verstärkung” gibt es auf Wunsch und zwar von den Gänserndorfer Speyzereien. So wie immer ist die Konsumation frei und die Spendenbox im Punschstand freut sich über Münzen und Scheine.
ier den Auszug meines Beitrages.
Zum Glück gibt es wie bei jedem Projekt, das im Verzug ist, auch bei mir sehr viele, gute, schöne und wunderbare Antworten auf die Frage – Warum? Statt der Beantwortung widme ich mich jedoch lieber den Dingen, die mich hier und jetzt weiter bringen.

Mein Trainer machte mir dann einfache Übungen vor, die es nachzumachen galt. Einfach waren sie natürlich nur für ihn, denn er hatte dabei kein Stromding umhängen. Also wie soll ich es beschreiben, es ist so, als ob dich viele Hände daran hindern, die Übung erfolgreich durchzuführen. Bereits nach wenigen Minuten vibrierte mein Körper im Schweiße seines Angesichts. Ab der Halbzeit hatte ich mich daran gewöhnt, dass die Stromphase ein paar Sekunden dauert und genoss die paar Sekunden Pause dazwischen, bis dann die nächste Stromphase und Übungssequenz kam.

