Tag 2 nach meinem M.A.N.D.U. Training – Ein Erfahrungsbericht

Von , 17. Mai 2012 13:33

„Und du wirst beginnen auch an jenen Stellen deines Körpers Muskeln zu spüren wo du nie welche vermutet hättest.“, hatte mir mein M.A.N.D.U. Coach mit leicht nach oben gezogenen Mundwinkeln mitgeteilt. Jaja na klar, er wusste natürlich nicht, dass ich heuer bereits mehr als 350 Trainingskilometer im Rahmen von Mega Marillenwind in den Beinen habe, was soll mir da noch passieren…

Aber beginnen wir von vorne. Bei einem Walk and Talk bin ich auf eine Ergänzung zum Ausdauertraining aufmerksam gemacht worden, die sich sehr spannend anhörte. Spannend nicht nur weil es mit Strom zu tun hat sondern weil es sehr effektiv, früher nur in der Rehabilitation und heute auch im Spitzensport und mittlerweile auch Breitensport eingesetzt wird. Breitensport, da fühlte ich mich betroffen.

Eine kurze Recherche meinerseits ergab: Wissenschaftliche Studien der Sporthochschule Köln belegen einen 18-fach höheren Trainingseffekt als beim herkömmlichen Krafttraining. Durch elektrische Muskelstimulation (EMS) in Begleitung mit Personal-Coaching reichen 15 Minuten pro Woche aus um ein effizientes Ganzkörpertraining durchzuführen.

Das hat mich überzeugt und ich war vor zwei Tagen dort, im nächstgelegenen M.A.N.D.U. Studio. Hell und frisch ist es eingerichtet, mit 2 Trainingsplätzen. Zu Beginn wurde ein intensives und sehr informatives Gespräch geführt, dann ging es zur Körpermessung. Nein, ich werde hier nicht verraten welche Werte bei mir rekordverdächtig sind ;-) Nach dem Anlegen einer Art Schwimmweste, bzw. Jacket, wie ich es vom Tauchen her kenne und der Befestigung diverser Kabel ging es auch schon ans „Mischpult“. Dort richtete mein Coach die Stromstärke für jede Muskelregion ein. Das Gefühl war sehr kribbelnd und prickelnd. Die Regler wurden in Abstimmung mit mir angehoben bis zu dem Punkt an dem ich schon recht deutlich spürte welcher Regler für den jeweiligen Muskel zuständig war.

Mein Trainer machte mir dann einfache Übungen vor, die es nachzumachen galt. Einfach waren sie natürlich nur für ihn, denn er hatte dabei kein Stromding umhängen. Also wie soll ich es beschreiben, es ist so, als ob dich viele Hände daran hindern, die Übung erfolgreich durchzuführen. Bereits nach wenigen Minuten vibrierte mein Körper im Schweiße seines Angesichts. Ab der Halbzeit hatte ich mich daran gewöhnt, dass die Stromphase ein paar Sekunden dauert und genoss die paar Sekunden Pause dazwischen, bis dann die nächste Stromphase und Übungssequenz kam.

Nach 15 Minuten war das Training bereits zu Ende und ein Wunder war geschehen, ich konnte noch stehen! Nach der Dusche fühlte ich mich nicht nur wie neu geboren sondern hatte auch das Gefühl etwas Gutes für meinen Körper getan zu haben. Gleich war der nächste Termin eingetragen.

Heute, am Tag 2 nach meinem Workout spürte ich bereits beim Aufwachen einen Muskelkater oder besser gesagt einen Muskellöwenrudel. Das Aufstehen und die ersten Schritte absolvierte ich in einer filmreifen Superzeitlupe in kaum weniger als 15 Minuten.

Was soll‘s, morgen wird das Jammern vergangen sein. Das Training hat was gebracht und wird ab jetzt 1x pro Woche, zusätzlich zu meinen Ausdauereinheiten, fortgesetzt.

1911 geboren und gestern den Marathon geschafft

Von , 23. April 2012 12:12

Vor 2 Jahren, als ich gerade in Mitten der Vorbereitungen für meinen Halbmarathon in der Wachau steckte, habe ich über einen meiner Mentoren berichtet. Der damals 99-jährige Fauja Singh absolvierte den Halbmarathon in Luxemburg als ältester Finisher. Gestern ist Fauja Singh im Alter von 101 Jahren in London einen GANZEN Marathon gelaufen. Er schaffte die Strecke in unter 8 Stunden. Ich bin sehr beeindruckt und habe größten Respekt vor ihm, man stelle sich nur vor, dass dieser Mann 1911 geboren wurde.

Dagegen scheinen meine Highlights am Weg des heurigen Mega Marillenwind (1.000.000 Meter in 2012) geradezu glanzlos. Ich bin jedoch trotzdem glücklich, denn es sollte ja auch gar keine Highlights geben, sondern eher in Richtung Konsequenz und Kontinuität gehen. Einfach nur 2,74 Kilometer pro Tag. Ich wurde bereits gefragt, ob jeder Schritt mitberechnet wird, also auch der Gang zum Örtchen. Natürlich nicht. Nur ausgewiesene Trainingsmeter, die auch via GPS und Smartphone aufgezeichnet werden zählen dazu.

Also muss ich nun nach ein paar Tagen Trainingspause einen Rückstand von ca 100km wettmachen. Zum Glück nicht auf einmal sondern aufgeteilt über das restliche Jahr, aber es reichte um vergangenen Samstag eine Halbmarathondistanz in Angriff zu nehmen. Beim ersten Teil der Strecke ging es mir noch ziemlich gut, die letzten 4 Kilometer hatten es in sich. Meine Beine schmerzten aber ich war trotzdem glücklich diese Distanz mehr oder weniger aus dem Stand geschafft zu haben. Der Muskelkater hält sich in Grenzen und die nächsten Tage werden wieder konsequenter und in kleineren Dosen angegangen, ich habe es meinem Körper versprochen ;-)

Übrigens wurde ich vorige Woche zum Thema Marillenwind interviewt. Der Beitrag wird voraussichtlich im Sommer im Laufsport Marathon Magazin erscheinen.

Mega Marillenwind – 1. Quartal Kontinuität und Konsequenz

Von , 2. April 2012 12:35

1.000.000 Meter in einem Jahr zu gehen bedarf exakter Planung. So teilte ich die gesamte Distanz hoch motiviert und sehr erfolgreich in 4 gleich große Stücke. Und siehe da, es bleiben pro Quartal nur mehr 250.000 Meter bzw. 250 Kilometer zu gehen übrig, um das Projekt Mega Marillenwind 2012 erfolgreich abzuschließen. Sonst nichts, so einfach ist der Plan. Soweit die Theorie und nun zu Praxis.

Leider musste ich nach mittlerweile 3 Monaten feststellen, dass 3-4 Tage Trainingspause, eine ziemlich lange Strecke am darauf folgenden Trainingstag erfordern um im Plan zu bleiben. Somit ist die Übung der Kontinuität und der Konsequenz eine richtige Herausforderung.

Jede Trainingseinheit wird via GPS und der Software Runtastic exakt und live auf meinem Smartphone aufgezeichnet. Ihr habt die Möglichkeit, mich über das Runtastic Portal als kleinen runden Punkt über die Karte ziehen zu sehen und mich dabei mit unterschiedlichsten Motivationssounds live anzufeuern. Die Sounds werden sofort direkt auf meinem Handy wiedergegeben und ich sehe wer mich angefeuert hat und ich weiß dann natürlich auch wer mich nicht anfeuert :-D . Ein „gefällt mir“ auf Facebook während des Trainings löst ebenfalls einen Motivationssound am Handy aus. Da geht es sich dann natürlich fast von selbst. Vielen Dank für eure bisher sehr zahlreichen Motivationssounds ;-)

So jetzt wird es spannend, ihr wollt sicher wissen wie weit ich gerade bin. Also bisher sind es in den ersten drei Monaten insgesamt 241,04 km, die ich zurückgelegt habe. Somit bin ich nur 9 km hinter meinem Plan. Die Entfernung entspricht ca. der Strecke von Wien nach Gmunden am Traunsee. Insgesamt waren es bisher 34 Trainingseinheiten seit Jahresbeginn, ich war 42 Stunden 36 Minuten unterwegs und habe dabei knapp über 20.000 kcal verbrannt. Die längste Distanz die ich in einem Stück gegangen bin waren 18,1 km und die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit bei einer Trainingseinheit war 6,36 km/h.

Seit Anfang März ist mir zum Glück eine sehr hilfreiche Idee in den Sinn gekommen. Und zwar biete ich im Rahmen von walk and talk with Martin die Möglichkeit, mich bei meinem Vorhaben zu begleiten. Vielen Dank für die zahlreichen Anmeldungen, bisher wurden bereits 4 Walk and talk Termine durchgeführt und 11 weitere sind bereits geplant. Zumeist gehen wir ca. 1 Stunde bei mäßigem Tempo.

In ein paar Tagen ist jedoch ein „very long walk and talk“ mit Frido angesetzt. Wir haben vor, sehr zügig bis zum südlichen Ende der Donauinsel und zurück zu gehen. Das sind etwa 24 km. Es wird hart, aber ich mach mir keine Sorgen, denn Frido ist zum Glück nicht nur mein Sherpa (davon weiß er noch nichts), sondern auch ausgebildeter Sanitäter ;-)

Gerne nehme ich weitere Anmeldungen zu walk and talk with Martin entgegen. Wir gehen uns….

Mega Marillenwind: 28.3.2012 Done: 241 km ToDo: 759 km

Noch alle Probleme im Kopf?

Von , 19. März 2012 17:08

Geschüttelt nicht gerührt!

Stellen wir uns einmal für einen kurzen Moment vor, wir wären weder epiliert, noch geharzt oder rasiert, sondern hätten ein Fell. Also so ein richtig buschiges Fell. Und wir lieben es ins Wasser zu springen. Was passiert beim Verlassen des Wassers? Genau, das Fell hat sich mit tausenden Wassertropfen vollgesogen und erschwert uns die rasche Fortbewegung. Es macht uns träge.

Genauso könnte es mit einigen unnötigen Themen sein, die in unserem Gehirn herumschwirren. Je mehr es sind oder je schwerer die Tropfen, desto mehr belasten sie uns. Im Coaching erlebe ich immer wieder, dass Menschen aus unterschiedlichster Motivation heraus an diesen Dingen festhalten, obwohl sie selbst bereits bemerkt haben, dass ihnen dieses Festhalten gar nicht gut tut. Doch als wäre dies nicht schon genug, reissen sie noch mehr unnötige Themen an sich, sogar die von Anderen, um eine zusätzliche Komplexität zu erzeugen. Warum ist das sinnvoll, frage ich bewusst ironisch? Weil es dann einfacher ist sich selbst und anderen zu erklären, dass wenig weiter geht bei ihren eigenen Themen. Wichtig ist ihnen dabei zumeist, sehr beschäftigt und engagiert zu tun, denn operative Hektik verbirgt geistige Windstille.

Apropos geistige Windstille. Wenn Du eine Minute Zeit hast und nicht gerade ein Fahrzeug lenkst oder ein Flugzeug steuerst, dann probiere einmal folgendes Experiment zum Problem Abschütteln (getestet bei Problemen bis zur Größe 3).

  • Stell dir vor, dass deine Probleme wie Wassertropfen an deinem Körper haften
  • Entspanne deine Muskeln (bis auf die Schließmuskeln)
  • Öffne deinen Mund ein wenig und atme durch selbigen
  • Schüttle erst deinen Kopf und dann den restlichen Körper so, dass die Wangen ein Geräusch erzeugen und lasse gleichzeitig einen Aaaaaaaaa-Ton aus deinem Mund kommen
  • Achtung: wenn deine Ohren beim Schütteln vor deinen Augen auftauchen ist es zu intensiv
  • Wenn die Menschen in deiner Umgebung verstört wegblicken oder zu lachen beginnen, dann machst du es richtig :-)
  • Mache eine kurze Pause und frage dich, ob du eh noch alle Probleme im Kopf hast. Falls ja, dann beginne wieder bei Punkt 1, wenn du magst…
  • Wenn du hier angelangt bist, dann hast du möglicherweise ein paar deiner Probleme abgeschüttelt und vielleicht ein paar Neue dazubekommen, abhängig davon wo Du die Übung gemacht hast :-D

Ich wünsche noch viel Spaß beim Problem Abschütteln.

Walk and talk with Martin

Von , 6. März 2012 14:18

Wie bereits geschrieben verbringe ich heuer einen Teil meiner Zeit in der Natur. Statt im Stau in Richtung Fitness Center zu warten, gehe ich einfach hinaus und inhaliere firsche Luft. Österreich bietet hier jede Menge hervorragender und abwechslungsreicher Möglichkeiten. Nach mittlerweile 164 zurückgelegten Kilometern hat sich mein Körper (zumeist) an die Bewegung gewöhnt und ich könnte sogar schon sprechen, beim Gehen. Warum nur könnte? Weil ich es bis jetzt kaum getan habe. Das wird sich allerdings ab sofort ändern.

Sunset Walk im Waldviertel

Bei Walk and talk with Martin werde ich einen Teil meines Trainings, in etwa eine Stunde pro Woche, gemeinsam mit einer Person gehen.

Und wer ist die Person die mit Martin walked and talked? Das bist du, wenn du willst. Begleite mich ein Stück bei meinem 1.000.000 Meter Projekt Mega Marillenwind.

Worüber reden? Wonach uns gerade ist.

Wie viel reden? So viel wir möchten. Vielleicht schweigen wir auch einfach, während wir gehen.

Wo findet es statt? Zumeist in Wien, manchmal auch außerhalb.

Was kostet das? Eine Stunde gemeinsame Zeit.

Warum gibt es Walk and talk with Martin? Zu Fuß 1.000.000 Meter in einem Jahr zurückzulegen benötigt ein paar Stunden. Einen Teil meiner Zeit lausche ich dabei der Natur, einen Teil davon höre ich Podcasts oder Hörbücher und den dritten Teil werde ich ab sofort im Rahmen von Walk and talk with Martin verbringen und darauf freue ich mich ganz besonders. Also, wer Lust hat schreibt mir einfach, denn wer früher schreibt kommt früher dran, es gibt ja nur einen Platz pro Woche.

Wie melde ich mich an? Kontaktiere mich einfach und wir machen uns dann einen Termin aus.

Panorama Theme by Themocracy