Der Mann der mit dem Marillenwind 21.097,5 Meter* durch die Wachau läuft
*Achtung: bei der Meterangabe handelt es sich NICHT um Höhenmeter
Bisher kannte ich die Wachau in Niederösterreich hauptsächlich durch die köstlichen Weine und der Marünmamalad in de Marünpala. Marün ist die Mundart von Marillen bzw. Aprikosen und Mamalad hat weniger etwas mit Aprikosen aus Mutters Lade zu tun, als mit der österreichischen Abkürzung für Mit-Zucker-eingekochten-Aprikosen-Brotaufstrich. Marünpala erkläre ich zu einem späteren Zeitpunkt.
Nun, worum geht es hier? Nachdem ich voriges Jahr auf Inline Skates und mit roter Nase einen Marathon gerollt bin gab ich mir im ersten Übereifer das Ende meiner sportlichen Karriere bekannt. Nun frage ich Euch. Welcher Sportler hat wirklich nach dem ersten Erfolg seine Karriere beendet? So klopfte für 2010 ein neues Projekt an die Tür. Und ich habe es herein gelassen. Mit Marillenwind werde ich wieder an meine humoristischen und vielleicht sogar körperlichen Grenzen gehen, mal sehen…
Fix ist das Vorhaben seit gestern. 2539! Einigen von Euch kam die Zahl schon bekannt vor, andere prophezeiten den Weltuntergang, vermuteten meine Schülerausweisnummer aus dem Mesozoikum, oder noch älteres und zwar mein Geburtsdatum. Mathematiker meinten einfach nur, ich habe mich verrechnet, doch jetzt löse ich auf. Seit gestern habe ich eine Startnummer für den WACHAUmarathon und zwar 2539. Ich gebe ehrlich zu, es ist kein Wunschkennzeichen. Doch Marillenwind ist ja auch kein Wunschprojekt sondern es wird getan was zu tun ist.
Mir ist schon klar, ein Halbmarathon ist für manche von Euch eher ein Lauf um frische Semmeln. Andere werden mich Fragen auf welchem Fuß ich vor habe den Bewerb zu hüpfen. Also ich muss ehrlich gestehen, bei aller Coolness wird sich bei mir trotzdem das ein oder andere Tropferl Schweiß auf meiner Stirn bilden. Speziell weil es die Schwerkraft mit mir ja ein bisserl ernster nimmt und Mutter Erde mich besonders anzieht. Nun sind es noch 28 Wochen bis Mitte September und es reicht wenn ich im Spätsommer mit dem Training beginne, ich hab ja genug andere Dinge um die Ohren, war mein erster Reflex. Die graue Erinnerung an meine Rote Nasen Skater Karriere (man denke nur an “der mit der Heckenschere tanzt”) sagte mir jedoch, dass ich auch hier um eine kleine Vorbereitungsübung nicht herum kommen würde.
Ich berichte Euch weiter vom Projekt Marillenwind. Ja genau, der Name wird auch noch mal näher unter die Lupe genommen, demnächst in diesem Kino…
Alles Liebe
Martin
PS: Übrigends mein Podcast wird nächste Woche den Betrieb aufnehmen, stay tunend.
Egal ob 2009 für Dich ein lustiges, lächerliches oder ein zu vergessendes Jahr war. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Nimm eine Cam mit und halte ein paar Lacher fest um sie mir dann zukommen zu lassen. Es wäre doch gelacht, wenn nicht mehr als 1001 Lacher geknipst werden. Ich werde daraus ein Meer aus Lachen machen.
Teile dieses Event auf Facebook, Twitter & Co und lade auch Freunde und Bekannte ein. Weitere Details werde ich hier posten. Unter Twitter bitte Hashtag #1001lachen verwenden.
Ich fessle mich selbst mit dem Draht um die Pferde frei zu lassen. Mit dem Feuer spiele ich und übertreibe – bis das Feuer mit mir spielt. Und jetzt wird es klar und klarer um uns herum. Der Stein ist halb edel, das war uns damals nicht bewusst.
Zwei Seelen sind zu schmerzhaft für eine Brust, für meine Brust, im Reich der Gewissheit. Wir stecken uns in Brand ohne die Gefahr zu erkennen. Oh Gott, dreh ihr nicht den Rücken zu.
ES existiert nicht, wenn ich nicht an die Liebe glaube. Wenn die Liebe an mich glaubt, dann glaube auch ich an mich.
Im Moment der Resignation knie ich nieder. Ich bemerke die Passanten nicht und sie bemerken mich nicht.
Ich falle, falle tiefer und tiefer – in viele schwarze Löcher.
Ich knie am Altar des dunklen Sterns.
Jetzt ist mein Körper eine buddhistische Bettelschale und er bebt und bettelt um zurück zu kommen.
Zurück zu kommen.
Zurück zu meinem Herzen.
Zurück im Rhythmus meiner Seele.
Zurück im Rhythmus meines Unbewusstseins.
Zum Rhythmus, der sich sehnt.
Befreit von jeder Kontrolle.
Ich schlage die Zahlen in den Automat und sehe eine Spiegelung. Ein Gesicht, mein Gesicht, das auf meinen Rücken starrt. Kalte Schauer laufen über ihn und meine Knie werden weich.
Im Moment der Resignation. Im Moment der Einsicht über die Tragweite. Ich bemerke die Passanten nicht und sie bemerken mich nicht.
Die U-Bahn eilt durch die Station des Kreuzes. Die Leute sehen sich nicht an. Ich zähle herunter um den Schmerz zu stoppen.
Ich zähle schneller immer schneller und zähle zähle runter runter runter wird der Schmerz je stoppen?
Die U-Bahn eilt durch die Station des Kreuzes. Die Leute sehen sich nicht an.
Ich zähle herunter um den Schmerz zu stoppen. Im Moment der Resignation. Im Moment der Einsicht über die Tragweite. Ich bemerke die Passanten nicht und sie bemerken mich nicht.
Vielen Dank an U2 für die Inspiration zu dieser Geschichte in Anlehnung an den Song Moment Of Surrender.
Diesen Artikel habe ich von Doris erhalten und mehrere Frauen haben mir bestätigt, selbst zumindest einmal in einer ähnliche Situation gewesen zu sein. Danke für Eure Offenheit und die detailierten Einzelschilderungen, ich nenne an dieser Stelle auch keine weiteren Namen und werde mit hoher Wahrscheinlichkeit glaube ich kein Buch darüber schreiben. Dieser Artikel ist auch an jene Männer gerichtet, die erfahren wollen, warum sich Frauen oft gemeinsam “kurz entschuldigen”.
Als du klein warst, und deine Mama dich auf die öffentliche Toilette mitgenommen hat, hat sie dir beigebracht, dass man zuerst die Klobrille mit Klopapier abwischen muss, und dann hat sie kleine Stückchen von der Rolle abgerissen und die ganze Klobrille damit abgedeckt.
Schlussendlich hat sie dich gelehrt: “Setz dich niemals auf eine öffentliche Toilette!” Danach hat sie dir die “Pose” gezeigt, wie du dein Gleichgewicht über der Toilette so halten kannst, dass du dich nicht hinsetzt und das Klo nicht berührst. Sich die “Pose” anzueignen ist einer der Lektionen, die ein Mädchen durch sein ganzes restliches Leben begleitet. Aber sogar als Erwachsener ist es schwierig, die “Pose” zu halten, wenn es schon wirklich dringend ist.
Wenn du auf einer öffentlichen Toilette aufs WC “MUSST”, wirst du sehen, dass die Schlange ungefähr so lang ist, als würde Brad Pitt drinnen warten. Und du wartest es ab, lächelnd, nett und bemerkst, dass die anderen Frauen ihre Beine und Arme diskret kreuzen, was der offizielle Ausdruck für “ich mach mir gleich in die Hose” ist. Endlich kommst du dran, als ganz plötzlich die typische Mutter auftaucht und dir mitteilt:”Es tut mir Leid, aber meine Tochter hält es nicht mehr aus”. In dem Augenblick siehst du dich um, ob nicht doch irgendwo eine Kabine frei ist…
Alle sind besetzt. Endlich öffnet sich eine Tür und du stürzt dich drauf, ziehst die drinnen Stehende schon fast heraus, obwohl sie schon auf dem Weg nach draußen ist. Du gehst hinein und bemerkst, dass das Schloss nicht funktioniert (es funktioniert nie). Kein Problem.
Du möchtest deine Tasche auf den Haken hängen, es gibt aber keinen (gibt es nie). Da denkst du, dann eben auf die Türschnalle, die gibt es auch nicht, daher siehst du dich noch mal um.
Du schaust auf den Boden und siehst, dass da eine verdächtige undefinierbare Flüssigkeit ist: du traust dich nicht, die Tasche hinzulegen, also hängst du sie dir um den Hals, während du zuschaust, wie sie hin- und herschwingt, ganz zu schweigen davon, dass sie dich fast erwürgt, weil sie dermaßen voll ist, dass es mühsam ist sie zu tragen, und zwar mit Dingen, die sich schön langsam angesammelt haben und du den Großteil gar nicht verwendest, aber zur Sicherheit dabei hast, man kann ja nie wissen…
Aber zurück zur Tür. Da kein Schloss dran ist, besteht die einzige Möglichkeit die Tür geschlossen zu halten darin, sie mit einer Hand festzuhalten während du mit der anderen Hand mit einem Ruck deine Unterhose runterziehst und dich in die “Pose” wirfst.
Was für eine Erleichterung!!! Endlich! Und dann fühlst du plötzlich, wie deine Oberschenkel anfangen zu zittern, weil du ja in der Luft hängst, deine Beine abgewinkelt sind, deine Unterhose deinen Blutkreislauf in den Beinen unterbricht, deine ausgestreckte Hand die Tür hält und die 5 Kilo schwere Tasche um deinen Hals…
Du würdest dich wahnsinnig gerne hinsetzen, aber als du hineingekommen bist, hattest du keine Zeit, die Klobrille abzuwischen und sie mit Klopapier abzudecken. Wahrscheinlich würde nichts passieren, wenn du dich hinsetzen würdest, aber du hörst die Stimme deiner Mutter: “Setz dich niemals auf eine öffentliche Toilette!”, also bleibst du mit zitternden Beinen in der “Pose”. Aber oje! Aufgrund einer schlechten Berechnung spürst du, wie ein dünner Strahl an deinem Hintern runterrinnt, vielleicht hat es auch deine Strumpfhose erwischt!!! Mit ein bisschen Glück werden vielleicht nicht auch noch deine Schuhe getroffen, aber dass du die richtige “Pose” findest, dazu braucht es immense Konzentration.
OK! Du versuchst dieses Unglück zu vergessen und fängst lieber an, das Klopapier zu suchen aber verdammte Sch…!!!
Leer!!! Es gibt kein Klopapier (es ist immer leer)!
In dem Moment betest du darum, dass du in deiner Tasche unter dem 5 Kilo Mist irgendwo ein Taschentuch findest, aber um zu suchen musst du die Tür loslassen. Einen Moment lang zweifelst du, ob nicht gerade dann jemand die Tür aufmacht, aber es geht nicht anders. Du musst die Tür loslassen.
Und natürlich, als du sie loslässt, stößt jemand die Tür hinein, die du mit einer starken, schnellen und sehr bestimmten Bewegung aufhalten musst während du rausbrüllst: BESEEEEEEEEEETZT!!!
Aber dann kannst du dir sicher sein dass diese Information bei allen, die da draußen stehen, angekommen ist. Deswegen kannst du die Tür mit ruhigem Gewissen loslassen, es wird ja keine die Tür absichtlich aufmachen wollen (da sind wir Frauen sehr respektvoll miteinander). Und endlich kannst du mit der Taschentuchsucherei anfangen.
Oft möchtest du alle verbrauchen, aber du weißt was ein so ein Ding in solch einer Notsituation Wert ist, deswegen hebst du dir immer zumindest eins auf. Du zählst schon die Sekunden bis du wieder draußen bist, du hast ja die Jacke an, es gibt ja keinen Haken zum Aufhängen,
du bist verschwitzt, es ist zum Verrückt werden wie heiß es in so einer kleinen Kabine sein kann, vor allem in der “Pose” in der du dich ja noch immer befindest, deine Beine explodieren schon fast. Nicht zu vergessen, dass die Tür fast “aufgebrochen” wurde, deine Tasche dich
halb erwürgt, der Schweiß über deine Stirn läuft und das angepinkelte Bein…
Und du weißt, dass deine Mutter sich für dich schämen würde, wenn sie dich so sehen würde, ihr Hintern hat ja nie eine öffentliche Toilette berührt und seien wir Mal ehrlich, “du kannst nie wissen, was man sich für Krankheiten an solchen Orten einfangen könnte”… Du bist schon vollkommen erschöpft bis du aufstehst, du spürst deine Beine nicht mehr, du ziehst dich schnell wieder an und drückst auf die Spülung.
Danach gehst du deine Hände waschen. Alles ist voller Wasser, deine Tasche kannst du nicht hinstellen, also hängst du sie auf deine Schulter. Du weißt nicht, wie der Wasserhahn funktioniert, es gibt ja schon so viele verschiedene mit Sensoren und du versuchst das Wasser irgendwie zum Laufen zu bringen, als endlich ein dünner Strahl kaltes Wasser kommt. Schnell ein bisschen Seife, abspülen in einer Pose wie der Glöckner von Notre Dame, du möchtest ja nicht, dass die Tasche von deiner Schulter runterrutscht. Den Trockner verwendest du gar nicht, du wischt deine Hände einfach an deiner Hose ab, dafür willst du ja kein Taschentuch verschwenden, und gehst hinaus.
Wenn du Glück hast, ziehst du kein Klopapier an deinen Schuhen mit, bzw. ist dein Hintern nicht zu sehen weil sich dein Rock nicht in deiner Strumpfhose verfangen hat als du dich blitzschnell wieder angezogen hast (was noch schlimmer wäre).
Da siehst du deinen Freund, der am Männerklo war, herausgekommen ist und sogar Zeit hatte, eine Zeitung zu lesen, während er auf dich gewartet hat.
“Wieso hat das so lange gedauert?” fragt er blöd.
Und du antwortest nur: “Es waren viele angestellt” .
Das ist der Grund, warum Frauen immer gemeinsam aufs Klo gehen. Aus Solidarität. Weil während du drinnen bist, hält die eine die Tasche und die Jacke, die andere die Tür, und die dritte gibt dir das Taschentuch unter der Tür durch, und so geht’s viel schneller und es
ist leichter die “Pose” zu halten und die Würde zu bewahren.
Danke an alle, die mit mir schon auf der Toilette waren und als Kleiderhaken´oder Türsteher gedient haben!!!
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ps. Das Bild vom Elefanten soll natürlich keine Frau symbolisieren sondern einen Toilettenwartevorgang
Neueste Studien zeigen, dass ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm das Fundament für eine optimale Wettkampfvorbereitung schafft. Somit erklomm ich heute, nach meinen Geschäftsterminen die Leiter im Garten. Bewaffnet mit einer großen fetten elektrischen Heckenschere galt es die wuchernden Tujen zu kürzen. (Leichte) Gartenarbeit hat etwas Meditatives. Geschmeidig tanzte ich also mit der, um mich und sich schwingenden, Heckenschere auf der Leiter herum. Für einen außenstehenden Beobachter war es nicht immer klar, wer hier wen führte und vor allem, was hier vor sich ging. Beim Ablegen nahm sich die Heckenschere dann ein Herz und schnitt mein T-Shirt durch ohne mich persönlich anzugreifen. Das nenne ich mal Präzision, danke für das Luftloch, liebe Schere! Zum Glück blieb auch mein direkter Mitbewerb des Wettkampfs am Sonntag, die rote Nase, unversehrt. Na sicher, wir kämpfen mit fairen Mitteln. Also Summa Summarum heute:
2 Stunden Leiter rauf und runter stolpern
Heckenschere geschwungen und dabei 15 Meter Hecken gestutzt
dem T-Shirt ein künstliches Luftloch zugefügt
kurzfristig meditiert und dabei geschwitzt
Rote Nase hat es wieder mal vorgezogen wegzuriechen
Nach einem langen bewegungsarmen Arbeitstag habe ich mich am Abend für 2 Stunden Mörtel gegen die Hauswand werfen entschieden. Also ich meine nicht den Lugner, sondern das graue klebrige Zeug. Da dies nicht meine Spezialdisziplin ist, ich jedoch die Abwechslung im Trainingsplan liebe, ging es nebenbei noch die Leiter rauf und runter. Beim manuellen Anrühren des Mörtels (es handelte sich nur um ein paar Kübel) hab ich meine rote Nase beleidigt, sie strahlte in fast reinem Weiß vor Staub und Schreck. Heute Nacht folgt dann noch eine 20. Minuten Runde mit Sina, das wird reichen für Tag 2. Und Morgen lass ich dann wieder die Experten an die Mauer…
Ich werde mir einen Wettkampf mit meiner roten Nase liefern. Mal sehen, wer es von uns Beiden schneller ins Ziel schafft Nachdem ich aus Gewichtssicht durchaus nicht unbeteiligt an tektonischen Platten Verschiebungen sein könnte, aus sportlicher Sicht mit ganz knapp über 0 Sportstunden pro Woche starte und es gerade mal 11 Tage bis zum Event sind, zählt für mich Erstens und auch Primär der olympische Gedanke. Nichts desto trotz werde ich mehr als 13 km schaffen, egal ob mit oder ohne roter Nase. Es steht ja zum Glück, ein fast ganzer Tag zur Verfügung. Ein Tag voll Spaß und Vergnügen.
Tag 1 – Mach mich nicht schwach Nase
Sina lacht mich an/aus
Nun, wann ist der optimale Trainingsstart, wenn es gilt die eigene Nase zu schlagen? Genau, sofort. Also lege ich heute um 19:37 los. Meine treue Hündin Sina ist an meiner Seite und kann mein hohes Anfangstempo von 6km/h vor lauter Lachen kaum halten. Es “geht” durch den Donaupark, rüber auf die Donauinsel bis nach der Reichsbrücke. Beim zurück Laufen Gehen führt die Strecke ganz zufällig mitten durch die Copa Cagrana (Wiens Chill-&-Grill-Out-Viertel direkt am Wasser). Ich denke meine Nase will mich hier gleich zu Beginn zu einer Schandtat verführen. Vorbei an frisch gegrilltem Fisch, kubanischen Klängen und nach Limetten duftenden Mojitos, direkt auf eine Hollywoodschaukel zu. Nix da, schon besetzt durch ein Liebespaar und außerdem habe ich gerade etwas anderes am Plan. Jawohl, ich widerstehe gleich am ersten Trainingstag meiner, vor Wut leuchtenden roten Nase. Mittlerweile ist es dunkel geworden und wir 3 (Sina, meine mir den Weg leuchtende Nase und ich) flitzen durch den Donaupark. Millionen zirpender Grillen erinnern mich an einen schönen Urlaub längst vergangener Zeit und im Nu habe ich eine Stunde und meine ersten 6 Kilometer hinter mir.
1:0 für mich, sorry nose, no bonus today…
Ich laufe für mehr Lebensfreude im Spital!
Heute habe ich beschlossen beim Rote Nasen Lauf mit zu machen. Vielen Dank an Elisabeth für die Inspiration. Gespendet wird um noch mehr Momente voller Leichtigkeit und Humor durch ROTE NASEN Clowns, in die Spitäler zu bringen. Jeder Starter spendet 10 € Startgeld, der Hauptsponsor legt für jeden gelaufenen Kilometer einen Euro dazu. Und ich hoffe auf viele Freunde und persönliche Sponsoren von mir. Eure persönliche Sponsorspende die Ihr hier abgeben könnt, kommt natürlich zur Gänze dem Rote Nasen Zweck zugute. Natürlich freue ich mich auch, wenn ihr selbst mit macht und Eure Freunde einladet. Als kleines Dankeschön berichte ich vom Vorbereitungscamp…
Treffen einander zwei Safari Gurus an der Tankstelle. Sagt der eine zum anderen: „Hey was machst Du mit dem Kreisverkehrschild auf dem Rücksitz?“ Daraufhin der andere: „Na ganz einfach, wenn wir von einem Löwen verfolgt werden, werfe ich das Schild raus um ihn zu verwirren, drehe 2 Runden, blinke links und fahre rechts aus dem Kreisverkehr raus.“
Diese Blinktaktik habe ich auch schon in unseren Breiten bei Verkehrsteilnehmern beobachten dürfen, wobei weit und breit kein Löwe zu sehen war. Das Positive daran, sie haben eine Entscheidung getroffen.
Wie auch immer die Blinkgewohnheiten sind, eine Exit Strategie für den Kreisverkehr zu haben ist sicherlich von Vorteil. Geht es uns nicht Allen manchmal so, dass unsere Gedanken immer wieder um ein Thema kreisen, ohne ein wirkliches Ergebnis zu produzieren. Wir bleiben hängen, drehen ein paar Runden, legen es beiseite um innerhalb kürzester Zeit wieder ein paar Runden zu drehen, entweder bewusst oder unbewusst. Keine Entscheidung zu treffen wie wir damit umgehen raubt uns Energie für andere Dinge und bringt uns nicht weiter. Sich bewusst dem Thema widmen, ein paar Runden im Kreis drehen, es aus verschiedenen Perspektiven betrachten, um dann einen Weg einzuschlagen anstelle weiterer “leerer Runden” schafft Ergebnisse, neue Freiräume und Wachstum. Und der Löwe? Ja genau, den lassen wir weiter laufen.
In der Ferne höre ich es twittern. Es ist an der Zeit ihn auf den langen Weg zu schicken, meinen ersten Artikel. Wohin? Ich weiß es nicht, einfach nur weg von hier. Vielleicht zu anderen Menschen. Wird er die Reise überstehen ganz ohne Proviant? Mit Sicherheit nicht, aber er wird Server finden, die er braucht um weiter und weiter zu reisen, bis nach Irgendwo. Hauptsache weg von hier, damit hier Neues entstehen kann und nichts still steht. Denn Stillstand würde das Ende bedeuten.
Vielleicht hätte Kafka seinen ersten Blogeintrag so oder so ähnlich als “Aufbruch” auf den Weg durch das World Wide Web geschickt.
Ich freu mich es geschafft zu haben. Mein Blog ist fertig. Moment, was heißt fertig? Er Es ist geboren und beginnt ab heute zu leben. Alles Gute zum Geburtstag liebes Blog und eine gute Reise an Dich, erster Artikel, wo auch immer Du überall landen magst.
Entfaltung ist Wachstum. Hier schreibe ich über meine Erlebnisse und Gedanken. Herzhafte Lacher sind natürlich jederzeit erlaubt, ich übernehme jedoch keine Verantwortung für die Folgen. Martin Herget