am 21.12.2012 ist es so weit, ausgerechnet zu meinem Geburtstag wird also die Welt untergehen. Kann mir bitte jemand erklären, wer das so genau berechnet hat? Die Mayas? Meine Eltern? Ich selbst?

Seit meiner Kindheit beschäftige ich mich einmal mehr einmal weniger mit Astronomie und Astrofotografie. Ich würde mich als Hobby Astronom bezeichnen. Als Kind und Jugendlicher haben mich die Bücher und Filme von Carl Sagan fasziniert. Carl Sagan war es, der die Astronomie für mich greif- und verstehbar gemacht hat. Ich habe damals seine Raumschiffe nachgezeichnet, die sich auf den Weg machen sollten um neue bewohnbare Planeten zu entdecken. Menschen wie ihn gibt es heute fast nicht mehr. Warum fast? Nun darauf komme ich noch in Kürze.

Mondkrater, Meade 8, Okularprojektion, DSC-F828, F2, 7,1mm

In den letzten Wochen ist das Thema Weltuntergang mehr und mehr ins öffentliche Interesse gerückt. Wie bei der Ernährung empfehle ich auch beim Medienkonsum entsprechende Vielfalt, um sich eine ausgewogene Meinung zu bilden. Bei einseitiger medialer Ernährung könnte man nämlich zu dem Schluss kommen, dass es bald Schluss ist mit uns und der Erde. Dramatisches zieht uns nicht nur an, sondern verkauft sich eben auch besonders gut, darin könnte durchaus auch ein wirtschaftliches Interesse stecken. Die Anzahl der Bücher, Filme, Fernsehsendungen über diverse apokalyptische Ereignisse sind nicht nur im Anflug auf Mutter Erde sondern auch schon gelandet – Tendenz stark steigend, Schmunzelfaktor (bei mir) hoch.

Auf die einzelnen Theorien und Möglichkeiten eines Weltuntergangs möchte ich hier gar nicht weiter eingehen, sondern an einen Experten auf diesem Gebiet verweisen. Florian Freistetter promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und war im Anschluss in Jena und Heidelberg als Anstronom tätig. Er ist leidenschaftlicher Blogger und stellt das Thema Astronomie für die Allgemeinheit verständlich dar. Ein wesentlicher Punkt seines Interesses gilt dabei diversen Weltuntergangs- und Verschwörungstheorien, die er auf leicht verständliche Weise nicht nur widerlegt sondern auch gleich die wissenschaftlichen Hintergründe dazu erklärt.

Wenn ich zu dem Thema befragt werde leite ich sehr gerne an Florian weiter. Neulich wurde Florian Freistetter von Werner Gruber (Mitglied der Science Busters) im Club2 zum Thema zitiert. Besonders möchte ich euch seinen Beitrag zum Thema Weltuntergang ans Herz legen, da wird mit diversen Panik machenden Theorien aufgeräumt. Viel Spaß beim Lesen

Astrodicticum Simplex: Florian Freistetter – Weltuntergang 2012: Fragen und Antworten

Milchstrasse inkl. beleuchteter Rauchwolke, Nikon D700, 30sec, F2.8, 14mm (Waldviertel)

Ich melde mich in Kürze wieder mit keinem Sportuntergang sondern meinem Jänner Bericht zum Thema Mega-Marillenwind.

2 Kommentare
  1. maxl
    maxl sagte:

    HalliHallo,

    danke für diesen Beitrag.
    Das traurige an diesem Thema ist, dass die Maya niemals von einem Weltuntergang gesprochen haben! Das waren immer nur ein paar westliche Autoren und natürlich auch Hollywood! Das Thema Angst verkauft sich ja so toll! Die Kultur der Maya hat einen ausgesprochen tollen Kalender der bis heute auch exakt Sonnenfinsternisen vorhersagen konnte. Warum konnten sie das, weil sie die Zeit nicht so wie wir als eine konstante betrachtet haben sondern in Zyklen. Die Mayas kannten auch unzählige Kalenderformen. Das besondere an 2012 ist eigentlich nur das alles ihre Kalender wieder an den Punkt null gelangen, das heisst enden. Aufgrund dessen haben sie vorhergesagt das wir uns in einem Zyklenübergang befinden werden, genau daselbe sagen auch die Hopi-Indianer, die Sanskritschriten aus Indien und auch die Ureinwohner aus Australien sagen für diese Zeit einen Übergang vorraus. Wie der genau aussehen wird, wird sich noch zeigen, aber was wir heute schon sehen können, ist das die Wirtschaft dem Ende zu geht, das materalistische Weltbild fängt zum bröckeln an. Auf jeden Fall ein sehr spannendes Thema und ich empfehle nicht nur eine Kultur zu betrachten sondern weltweit gibt es dieses Phänomen auch in Europa wo leider die Kriche viel altes Wissen zerstört hat 🙁

    in diesem Sinne alles Liebe
    Maxl

  2. Wolfgang
    Wolfgang sagte:

    Vielen Dank für den interessanten Bericht und auch den treffenden Kommentar von Maxl. Ich bin inzwischen schon soweit, manche Medien nicht mehr „in mein Leben zu lassen“, weil so viele (für mich) unterträgliche Nachrichten zu diesem Thema (und auch anderen) verbreitet werden. Mir fällt dazu nur ein: http://www.einfachso.org/?p=2110

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