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In letzter Zeit trainiere ich mich öfters in der Teilnahme am öffentlichen Verkehr. Gestern habe ich zum Beispiel öffentlich mein Auto vom Service abgeholt. Am Weg von einem Kundentermin zur Siemensstrasse durfte ich ein paar Stationen mit einem Regionalzug zurücklegen. Wie macht man das normalerweise? Das ist im Prinzip ganz einfach. Ich schreibe den Prozess mal kurz in sechs Schritten nieder, für jene, die öffentliche Verkehrsmittel bisher nur von Aussen gesehen haben.DerZug

1) die Fahrt planen

2) ein Ticket kaufen

3) zum richtigen Bahnsteig gehen

4) warten bis der richtige Zug einfährt und stoppt

5) einsteigen

6) beim richtigen Zielbahnhof wieder aussteigen

Mental hatte ich diesen Prozess perfekt drauf. Mental schon!

Einen auf den ersten NLB (Normalen Laien Blick) als eher belanglosen Prozess Schritt und zwar den Schritt 5), also das Einsteigen, sah ich bis vorgestern ebenfalls wie ein normaler Laie.

Die Kombination „geschmeidiger Körper“ gemixt mit etwas Schwerkraft vom Planeten Erde sorgte allerdings für eine überraschende Wende.

Als der Zug eingefahren war und die Türen sich öffneten stieg ich mit einem Bein zwischen Bahnsteigkante und Stufe um mich sogleich einen Meter tiefer wieder aufzufangen. Und zwar mit der Hand auf der Stiege des Wagons, wobei mir mein, unter dem Zug schwingendes Bein, als eine Art Schwungmasse dienen sollte. Doch zu diesem Zeitpunkt hatten mich wohl einige Fahrgäste schon eher abgeschrieben. Tja dann kam mir plötzlich meine langjährige Eisenbahn Erfahrung (Märklin) zu hilfe.

Rasch wurde mir klar, dass diese Position suboptimal für die bekannte Pünktlichkeit der ÖBB war. Ich erinnerte mich an meine jahrzente lange körperliche Fitness und hiefte mich mit der Leichtigkeit eines russischen Kunstturners zurück auf Bahnsteig, um einen zweiten Einstieg in den Wagon 3 des Zuges zu riskieren.

Der Zeitpunkt war gut gewählt, Wetter und Sichtverhältnisse waren optimal, die Frisur saß noch immer perfekt und die Leute rund um mich feuerten mich mittlerweile an und

und

und

JA ich war drinnen. Unter tosendem Applaus schlossen die Türen. Ein kleiner Schritt für mich, aber eine große Erleichterung für den Lokführer. Die Zugfahrt konnte pünktlich fortgesetzt werden, aber das ist eine andere Geschichte…

ps. Bei dieser Aktion kam kein Wagon zu schaden!

Ich fessle mich selbst mit dem Draht um die Pferde frei zu lassen. Mit dem Feuer spiele ich und übertreibe – bis das Feuer mit mir spielt. Und jetzt wird es klar und klarer um uns herum. Der Stein ist halb edel, das war uns damals nicht bewusst.

fire

Zwei Seelen sind zu schmerzhaft für eine Brust, für meine Brust, im Reich der Gewissheit. Wir stecken uns in Brand ohne die Gefahr zu erkennen. Oh Gott, dreh ihr nicht den Rücken zu.

ES existiert nicht, wenn ich nicht an die Liebe glaube. Wenn die Liebe an mich glaubt, dann glaube auch ich an mich.

Im Moment der Resignation knie ich nieder. Ich bemerke die Passanten nicht und sie bemerken mich nicht.

Ich falle, falle tiefer und tiefer – in viele schwarze Löcher.

Ich knie am Altar des dunklen Sterns.

Jetzt ist mein Körper eine buddhistische Bettelschale und er bebt und bettelt um zurück zu kommen.

Zurück zu kommen.

Zurück zu meinem Herzen.

Zurück im Rhythmus meiner Seele.

Zurück im Rhythmus meines Unbewusstseins.

Zum Rhythmus, der sich sehnt.

Befreit von jeder Kontrolle.

Ich schlage die Zahlen in den Automat und sehe eine Spiegelung. Ein Gesicht, mein Gesicht, das auf meinen Rücken starrt. Kalte Schauer laufen über ihn und meine Knie werden weich.

Im Moment der Resignation. Im Moment der Einsicht über die Tragweite. Ich bemerke die Passanten nicht und sie bemerken mich nicht.

Die U-Bahn eilt durch die Station des Kreuzes. Die Leute sehen sich nicht an. Ich zähle herunter um den Schmerz zu stoppen.

Ich zähle schneller immer schneller und zähle zähle runter runter runter wird der Schmerz je stoppen?

Die U-Bahn eilt durch die Station des Kreuzes. Die Leute sehen sich nicht an.

Ich zähle herunter um den Schmerz zu stoppen. Im Moment der Resignation. Im Moment der Einsicht über die Tragweite. Ich bemerke die Passanten nicht und sie bemerken mich nicht.


Vielen Dank an U2 für die Inspiration zu dieser Geschichte in Anlehnung an den Song Moment Of Surrender.

Ich freue mich auf Eure 360° Show in Wien!

lebstscho

Ich würde ja gerne…

…wenn ich könnte, aber das geht derzeit nicht, die lassen mich nicht. Ich freue mich schon auf die Pension, da werde ich es ihnen zeigen, endlich all die Dinge tun, die ich schon immer tun wollte. Ich hasse den Montag, der Druck beginnt schon am Morgen, wie soll ich diese Woche überleben. Ich hoffe, dass die Zeit schnell vergeht und bald wieder Wochenende ist – und dann – ich habe keine Zeit, mir läuft die Zeit davon.

Haben wir nicht Alle schon mal solche Sätze gehört, auf Facebook gelesen oder selbst gesagt?

Voll Baustellen sehen manche ihr Leben, gespickt mit ärgerlichen Staus dazwischen. Oft geht es zu langsam, dann wieder zu schnell und wenn es blitzt würden sie die Zeit gerne zurück drehen.

Nicht alles muss positiv sein oder laufen. Es geht aus meiner Sicht darum, trotz der Ereignisse in dieser Welt und unserer Umwelt mit uns selbst und unserem Leben zufrieden zu sein und respektvoll mit uns und anderen umzugehen.

Nona“ oder „Na, no amoi ägern“?

WWW – Wochenende Waldviertel Wandern. Naja wandern ist ein wenig übertrieben, Schwammerl suchen war angesagt.

Wie geht man das an?

Erst mal wird Google Earth angeworfen und ein möglichst großes Waldstück gesucht. Weil je größerer der Wald desto größer die Schwammerl 🙂 Dann werden Freunde mit eingeladen – begnadete SchwammersucherInnen die auch bestmögliche Plätze in der Steiermark kennen. Diese werden in Richtung potentiellem Schwammerlparadis im Waldviertel umgeleitet. Nun wird eine Zeit lang gesucht bis der Ort lt. GPS korrekt ist.

Auf die Plätze, fertig, Schwammerlsuchen

Allerdings, hmmm – mit wenig Erfolg. Zum Glück zierten 2-3 doch eher suspekte Exemplare den Boden und sorgten für kurzfristige Erheiterung bei den Schwammerlexperten. Bald war klar, ein Kurskorrekturmanöver musste her. Die erfolgsversprechende Lösung ging verstärkt in Richtung Nadelwaldsuche, was ja im Waldviertel eine Leichtigkeit war. Der Ortswechsel war geprägt von sich versteckenden Pilzen. Wir haben kurz darüber philosophiert, ob es nicht „wir gehen Schwammerlfinden“ heißen sollte um dann nach einiger Zeit ein Grollen zu vernehmen, welches aus der Magengegend zu kommen schien. Die Zeit des Suchens war vorbei, wir wechselten auf

Modus „Finden“

ein voller Erfolg – wir fanden sogleich ein herrliches Wirtshaus mit einem tollen Fiakergulasch. Schwammerl waren leider aus – das nächste Mal geht es wohl in die Steiermark, zum Schwammerlfinden…

TED – Wie Schwammerl die Welt retten können

deraufbruchIn der Ferne höre ich es twittern. Es ist an der Zeit ihn auf den langen Weg zu schicken, meinen ersten Artikel. Wohin? Ich weiß es nicht, einfach nur weg von hier. Vielleicht zu anderen Menschen. Wird er die Reise überstehen ganz ohne Proviant? Mit Sicherheit nicht, aber er wird Server finden, die er braucht um weiter und weiter zu reisen, bis nach Irgendwo. Hauptsache weg von hier, damit hier Neues entstehen kann und nichts still steht. Denn Stillstand würde das Ende bedeuten.

Vielleicht hätte Kafka seinen ersten Blogeintrag so oder so ähnlich als „Aufbruch“ auf den Weg durch das World Wide Web geschickt.

Ich freu mich es geschafft zu haben. Mein Blog ist fertig. Moment, was heißt fertig? Er Es ist geboren und beginnt ab heute zu leben. Alles Gute zum Geburtstag liebes Blog und eine gute Reise an Dich, erster Artikel, wo auch immer Du überall landen magst.